Training und Immunsystem

Sport treiben ist - mit Einschränkungen - weiterhin erlaubt. Sport soll das Immunsystem stärken und Stress abbauen.

Sind Sportler aber wirklich robuster? Wenn ja warum? Was passiert im Körper bei einer Ausdauerbelastung? Wir haben nachgeforscht.

Immunsystem wird aktiv

Durch stetige Ausdauerbelastung steht die beanspruchte Muskulatur unter permanentem Stress. Daraus entstehen kleinste Prozesse, die das Immunsystem aktivieren. Die Immunabwehr beginnt nun mit entzündungshemmenden Gegenmaßnahmen. Und wenn es schon bei der Arbeit ist, schaut sich die aktivierte Immunabwehr auch gleich nach weiteren Entzündungsherden im Körper um. Nach dem Motto: Was gemacht ist, ist gemacht. Daraus ergibt sich, dass unser ganzes „System“ stärker wird und der Organismus besser geschützt ist.

Weniger Stress

Viel negativer Stress reduziert zudem die Zahl der Abwehrzellen im Körper und schwächt damit das Immunsystem. Durch sportliche Betätigung werden nun aber auch Stresshormone wie Adrenalin und Cortisol abgebaut. Somit hält Sport den Stresshormonpegel auf niedrigem Niveau, und fördert Wohlbefinden und Glücksgefühle. Daraus folgt wieder das unsere Immunabwehr besser funktioniert.

Vorsicht: "Open-Window-Effekt"

Wissenschaftliche Studien haben jedoch auch gezeigt, dass nach einer intensiven und umfangreichen Trainingsbelastung das Immunsystem des Körpers bis zu drei Tage funktionell geschwächt ist und Infektionskrankheiten in dieser Zeit vermehrt auftreten. Psychische Belastungen wie Stress können dieses Phänomen zusätzlich verursachen oder verstärken.

Leukozyten, die weißen Blutkörperchen, sind Teil des menschlichen Immunsystems und dienen der Immunabwehr, das heißt sie haben die Aufgabe Krankheitserreger und körperfremde Strukturen zu beseitigen. Während körperlicher Belastung steigt die Zahl der Leukozyten zunächst deutlich an, um dann nach Belastungsende steil unter das Ausgangsniveau zu fallen. Damit ist Krankheitserregern sozusagen ein „Fenster zum Körper“ geöffnet und sie können sich leicht vermehren und ausbreiten. Dieser Zustand wird oft als “Open-Window-Effekt” beschrieben.

Eine besondere Gefahr sich einen Infekt einzufangen besteht in den Übergangsjahreszeiten, in intensiven und umfangreichen Trainingsphasen, nach der Rückkehr aus dem Trainingslager und nach Wettkämpfen.

Maßvoll trainieren

Somit gilt im Training, wie für viele andere Situationen auch: In Maßen genossen, stärkt Sport die Immunabwehr. Besonders regelmäßiges Ausdauertraining mit niedriger Intensität hilft, gesund durch die kalte Jahreszeit zu kommen.
Nach Intensitäten sollte nicht nur auf angepasste Kleidung und gute Ernährung geachtet werden. Vor allem gilt es das richtige Verhältnis zwischen Belastung und Regeneration zu finden. Nur so kann das Immunsystem mit euch Schritt halten!


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