Triathlet wechsle dich: Coole Tipps für die Wechselzone

Wer schnell im Triathlon sein will, muss natürlich richtig trainieren. Aber nicht nur schwimmen, radeln und laufen – nein auch wechseln! Wir haben acht einfache aber heiße Tipps zusammengestellt, wie ihr schneller durch die Wechselzone kommt.

Tipp 1: Beim Wechsel zum Rad keine Zeit verschenken

Bei Wechsel vom Schwimmen zum Rad ist der Puls auf Anschlag und dein Herz ist mächtig am Pumpen. Aber gerade hier solltest du deinem Puls keine Beachtung schenken und keine Zeit verschenken. Schwimme die letzten 200 Meter mit verstärktem Beinschlag und gehe bereits auf den letzten Metern im Wasser deinen Wechsel gedanklich durch. Auch wichtig: hole dir deine Startnummer in Erinnerung.

Dann heißt es beim Schwimmausstieg: Nicht lange rumbummeln, den Neo auf Hüfthöhe ausziehen und schleunigst zum Rad oder Wechselbeutel kommen.

Erst, wenn du auf dem Rad sitzt solltest/kannst du wieder etwas lockerer machen und versuchen deinen Puls zu beruhigen. Zumindest bist du jetzt schon einmal am Rollen, kannst dich „erholen“ und nebenbei schon Meter machen. Je kürzer die Distanz, desto wichtiger ist es, den Wechsel im „Vollgas-Modus“ absolvieren zu können.

Tipp 2: Weniger Stress im Wechselzelt

Wenn du einer der Ersten bist, dann kannst du gerne zum nächsten Tipp springen. Wenn das Wechselzelt allerdings schon gefüllt ist, wenn DU zum Wechsel kommst, hier ein Tipp: Viele Athleten stürmen nämlich in das Wechselzelt (speziell beim ersten Wechsel) und bleiben bereits am Anfang des Wechselzeltes stehen, um sich des Neoprenanzugs zu entledigen oder sich umzuziehen. Klar, wie bei der Parkplatzsuche mit dem Auto, will man nur so kurz laufen, wie es nötig ist.

Allerdings kann es sich im Wechselzelt lohnen, weiter durchzulaufen und sich in den hinteren Reihen einen Umkleideplatz zu suchen. Dort ist meist weniger los und die Helfer sind genauso engagiert bei der Sache. Der Vorteil liegt klar auf der Hand: Weniger Leute, mehr Platz zum Wechseln und keine Nachzügler, die einen vielleicht von den Füßen holen.

Tipp 3: Schuhe schon auf den Pedalen befestigen

Tipp 3 richtet sich an die Profis unter euch: Klickt eure Radschuhe bereits an die Pedale und macht diese jeweils mit einem Haushaltsgummi am Umwerfer beziehungsweise am hinteren Schnellspanner fest. So sind die Schuhe beim Aufstieg auf das Rad einigermaßen in der Horizontalen und schleifen beim Schieben des Rades nicht am Boden.

Der Hopser auf den Sattel sollte geübt werden. Als Alternative kann man auch einen Fuß aufsetzen und sich dann in den Sattel schwingen. Sobald du auf deinem Triathlonross sitzt und lostrittst, sollten die Gummis reißen, ansonsten musst du mit der Hand nachhelfen.

Nur mit vorherigem Training anwenden

Soviel zur Theorie, allerdings sollte speziell hier die Praxis ausgiebigst trainiert werden. Übung macht eben den Meister.

Solltet ihr diese Methode nicht für euch favorisieren, so solltet ihr auf jeden Fall üben, die Schuhe vor dem zweiten Wechsel bereits auf dem Rad auszuziehen. Auch der Abstieg vom Rad sollte geübt werden. Das kann fast nach jeder Radausfahrt geübt werden – natürlich am Ende.

Übrigens: Wenn mit Socken fahrt, kann man bereits in Socken durch die Wechselzone laufen und auf das Rad hüpfen.

Tipp 4: Wechsel mit Beutel – Weg zum Rad ausnutzen

Findet der Wechsel vom Schwimmen auf das Rad in einem Zelt statt, so kann es sich durchaus anbieten, nicht alles bereits im Zelt anzuziehen. Je nach Länge der Wechselzone, beziehungsweise des weiteren Weges zum Radplatz, kann es sich lohnen, Accessoires wie die Startnummer, eine Windweste, die Radbrille bereits in den Wechselbeutel zu legen und diese dann auf dem Weg zum Rad im Lauf dorthin anzuziehen. Mit etwas Routine und guter Planung (Tipp 6) musst du am Rad nur noch den Helm anschnallen und abgeht die Post.

Findet der Wechsel am Rad statt: Hier geht es darum, möglichst schnell aus dem Neo zu kommen, in die Startnummer zu schlüpfen, die Brille auf die Nase zu setzen und zum Schluss den Helm überzustülpen.

Hier bietet sich an die Startnummer geschlossen auf den Boden zu legen und diese dann einfach wie eine Hose an- bzw. hochzuziehen.

Tipp 5: Schnellschnürsystem für deine Schuhe

Schuhe binden hat ja jeder vermutlich drauf – gelernt ist gelernt. Aber Schuhe binden mit Puls 180 und mit Zeitdruck die Wenigsten. Ganz abgesehen davon, dass die Schleife oder der Knoten bestimmt nicht perfekt werden und sich im schlimmsten Fall beim Laufen lösen.

Jetzt hast du zwei Möglichkeiten

Du holst dir einfach spezielle Triathlonschuhe, die schon ein Schnellschnürsystem integriert haben – fertig. Diese Schuhe sind teilweise so anliegend am Fuß, das nicht einmal geschnürt werden muss. Einfach rein mit dem Fuß und los geht’s. Gerade wer ohne Socken laufen will, ist damit gut beraten. Wie immer gilt: Vor dem Wettkampf ausprobieren, ob der Schuh Barfußtauglich ist!

Wenn nun aber dein Lieblingsschuh kein Triathlonschuh ist und nur ein gewöhnliches Schnürsystem bietet, dann hast du die Möglichkeit mit einem Triathlon-Schnürsystem nachzuhelfen. Hier lohnt die Investition auf alle Fälle.

Alternative: Es geht auch noch anders. Sogenannte Cordstopper werden einfach über die normalen Schnürsenkel gezogen und halten diese fest. Extreme Sparfüchse können auch nach Gummibändern (in der Nähabteilung oder im Nähkästchen) Ausschau halten und diese als Schnürband nehmen.

Tipp 6: Gute Navigation und Ortskenntnis

Klingt vielleicht banal, aber ein besonders zeitsparender Tipp ist, sich die Wechselwege im Vorfeld gut anzuschauen, damit man beim Wechsel den kürzesten Weg läuft und nicht planlos herumirrt.

Beim Beobachten der Wechselzone fällt nämlich immer wieder auf, dass sich Teilnehmer verlaufen, nicht wissen, wo das Rad steht, und so weiter. Hier verstreichen unnötig Sekunden. Merkt euch also die Reihe, wo euer Rad steht. Merkt euch prägnante Hilfspunkte (Baum, Fahne, Schild) in der Nähe. Und geht am besten die Wechselzonenwege so ab, wie ihr sie später auch im Wettkampf unterwegs seid. Gerne auch zwei- oder dreimal hintereinander.

Tipp 7: Schuhe mit Babypuder ausstreuen

Mit nassen Füßen in die Schuhe zu kommen ist immer etwas schwieriger, selbst bei speziellen Triathlonschuhen. Wer aber bei einem Sprinttriathlon beispielsweise auf Socken verzichten will, der kann versuchen Babypuder in die Lauf- und auch in die Radschuhe zu streuen. Der Puder saugt die Feuchtigkeit sicher auf und ermöglicht es, schneller in die Schuhe zu gleiten. Zudem verhindert das weiße Puderstreu effektiv Blasenbildung.

Tipp 8: Rad richtig schieben in der Wechselzone

Schnell laufen mit einem Rad – geht, wenn ihr wisst wie. Viele Athleten greifen den Boliden am Lenker, um das Rad durch die Wechselzone zu navigieren. Dann allerdings müsst ihr aufpassen, dass ihr euch nich mit den Pedalen am Schienbein oder am Knie verletzt.

Um Verletzungen zu vermeiden und die Hände freizuhaben, solltet ihr das Rad mit einer Hand am Sattel anfassen. So schafft man mehr Abstand zwischen sich und dem Rad und kann vor allem schneller und aufrechter nebenher laufen. Auch um die Kurve schieben geht einfacher und schneller, sollte aber auch vorher geübt werden.

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