Ironman Hawaii 2004
📍 Kailua-Kona (Big Island), Hawaii
Offizielle Ergebnisliste: Ironman Hawaii 2004 (Kona)
Die Finisher-Zeiten aller Athleten der Ironman World Championship am 16. Oktober 2004 in Kailua-Kona.
| Platz | Name | AK | Land/Staat | 🏊 Schwimmen | 🚴 Rad | 🏃 Lauf | Gesamtzeit |
|---|
Normann Stadler fliegt zum Sieg – Natascha Badmann feiert Titel Nummer fünf nach Doping-Disqualifikation von Nina Kraft
Am 16. Oktober 2004 erlebte die Ironman World Championship in Kailua-Kona einen der denkwürdigsten und zugleich dramatischsten Renntage ihrer Geschichte. Unter extremen Hitzebedingungen und tückischen Mumuku-Winden drückte der Deutsche Normann Stadler dem Rennen von Beginn an seinen Stempel auf, während das Damenrennen von einem späten Doping-Skandal überschattet wurde.
Normann Stadlers Soloshow auf der Queen K
Normann Stadler legte den Grundstein für seinen Triumph auf den 180 Kilometern des Radsegments. Bei extremen Windbedingunen sprengte der Deutsche mit seinen 04:37:58 Stunden das Feld und fuhr einen gigantischen Vorsprung auf die Verfolgergruppe heraus. Obwohl Titelverteidiger Peter Reid im Marathon mit einer sensationellen Laufzeit von 02:46:10 Stunden noch einmal aufholte, ließ sich Stadler den Sieg nicht mehr nehmen. In 08:33:29 Stunden überquerte Stadler als erst zweiter deutscher Hawaii-Sieger (nach Thomas Hellriegel 1997) zutiefst emotional die Ziellinie am Alii Drive.
Peter Reid belegte mit zehn Minuten Rückstand den zweiten Rang (08:43:40 Std.). Für ein fantastisches deutsches Gesamtergebnis sorgten Faris Al-Sultan auf Rang drei (08:45:14 Std.) und Alex Taubert auf Platz vier (08:48:35 Std.). Mit Timo Bracht auf Platz acht (09:03:11 Std.) platzierten sich vier Deutsche in den Top 10.
Der Doping-Skandal um Nina Kraft und Natascha Badmanns fünfter Streich
Bei den Frauen überquerte ursprünglich die Deutsche Nina Kraft nach 09:33:25 Stunden als Erste die Ziellinie und feierte scheinbar als erste deutsche Frau den Sieg beim Ironman Hawaii. Wenige Wochen nach dem Rennen erschütterte jedoch ein Paukenschlag die Triathlonszene: Nina Kraft wurde bei der Nachkontrolle positiv auf das Blutdopingmittel EPO getestet. Sie gestand das Doping umgehend ein, woraufhin sie nachträglich offiziell disqualifiziert (DQ) und von der Siegerliste gestrichen wurde.
Durch die Disqualifikation rückte die Schweizerin Natascha Badmann offiziell auf den ersten Platz nach. Badmann hatte im Rennen in 09:50:04 Stunden eine gewohnt überragende Rad- und Laufleistung gezeigt und feierte damit nachträglich ihren bereits fünften Weltmeistertitel auf Big Island.
Hinter Badmann rückten Heather Fuhr (USA, 09:56:19 Std.) auf den Silberrang und Kate Major (USA, 10:01:56 Std.) auf Platz drei vor.
Insgesamt erreichten bei der Hitzeschlacht von Kona 1.579 Finisher regulär das Ziel.




