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Triathlon-Wissen- Was Du über Sportgetränke wissen musst

Die Meinungen über Sportgetränke gehen weit auseinander. Braucht man Sportgetränke überhaupt? Welche Inhaltsstoffe braucht man? Welche sind wirklich sinnvoll und unverzichtbar? Und - last not least - welche Mischungsverhältnisse sind empfehlenswert? triathlon.de klärt auf.

 

Warum muss ich überhaupt beim Sport trinken?

Athleten schwitzen beim Sport mehr oder weniger stark. Sportgetränke dienen dazu, dem Körper die Flüssigkeit zuzuführen, welche der Sportler während des Sports verliert. Denn schon bei geringem Wassermangel kann es zu Einschränkungen der Ausdauerleistung kommen. Außerdem kann der Wassermangel im Organismus für Muskelkrämpfe sorgen. Weiterhin kann es zu Kopfschmerzen, Schwindel und Verwirrtheit kommen. Den Ironman auf Hawaii würde man beispielsweise ohne Wasserzufuhr nicht überleben.

 

Warum sollte ein Sportgetränk Elektrolyte enthalten?

Außerdem sind in Sportgetränken Elektrolyte enthalten. Elektrolyte sind Mineralstoffe, die essentiell für den Körper sind. Leider werden Elektrolyte mit dem Schweiß ausgeschwitzt und müssen deshalb nachgefüllt werden. Auch trainierte Athleten schwitzen sehr schnell. Das ist auch gut so, denn dadurch wird der Körper früher und besser gekühlt und der Athlet ist dank der Kühlung leistungsfähiger. Der Anteil an Mineralstoffen im Schweiß von gut trainierten Athleten ist jedoch geringer als bei einem Untrainierten Menschen.

 

Was macht eigentlich Kochsalz in meinem Sportgetränk?

Kochsalz oder auch Natriumchlorid wird im Körper für eine Reihe von Stoffwechselprozessen benötigt. Besteht ein Mangel an Kochsalz erfolgen diese Prozesse sehr viel langsamer. Die Muskeln des Sportlers werden somit deutlich langsamer mit Energie versorgt.

 

 

Warum sind soviele Kohlenhydrate in meinem Getränk?

Die Energieversorgung kann im Körper aus drei Quellen gespeist werde: Kohlenhydrate, Fette und Eiweiß. Bei längeren Ausdauerbelastungen muss der Körper mit Kohlenhydraten versorgt bleiben, weil er sonst anfängt, das Eiweiß im Körper, das nicht unmittelbar benötigt wird, aufzuzehren. Daher ist es wichtig, gerade bei längeren Ausdauerbelastungen, dem Körper soviel Kohlenhydrate zuzuführen, wie er in einem bestimmten Zeitraum aufnehmen kann. Zu viel Kohlenhydrate im Getränk sind wiederum kontroproduktiv, weil bei zu hohen Gehalten an Kohlenhydratenkann der Körper kein Wasser mehr aufnehmen kann und zusätzlich dehydriert.

Die sogenannten Osmolarität, die Maßeinheit für die Teilchendichte in einer Flüssigkeit, gibt dabei an, wie die Teilchendichte im Getränk im Vergleich zur Teilchendichte im Körper ausfällt: Ein Sportgetränk kann also hypoton (niedriger), isoton (gleich) oder hyperton (höher) an Teilchen sein. Am besten können wir Athleten isotone bis leicht hypotone Sportgetränke aufnehmen.

 

Welches Sportgetränk passt zu mir? Was vertrage ich am Besten?

Eine zentrale Aussage im Sport ist:

Hör auf deinen Körper!

Jeder Athlet, der regelmäßig Ausdauersport betreibt, kann sein Training ideal dafür nutzen, auszuprobieren, welche Getränke und welche Nahrung einem während des Sports bekommt. Manche Athleten tun sich mit Säuren in der Sportnahrung schwer. Andere sind unempfindlich. Auch die Aufnahme und Bereitstellung von Wasser und Energie ist von Athlet zu Athlet unterschiedlich. Das muss man probieren und trainieren. Der Körper passt sich auch hier an seine Anforderungen an.

 

Was genau sollte im Sportgetränk drin sein?

4 - 8 % kurzkettige Kohlenhydrate (Glucose, Maltose) sind ideal für das Sportgetränk deiner Wahl (einfach testen). Besonders häufig findet sich Maltodextrin in Sportgetränken.

Außerdem sollte das Getränk eine Temperatur von 10 Grad haben, da der Körper wärmere und kältere Getränke langsamer verstoffwechselt.

 

Was ist denn Maltodextrin?

Maltodextrin wird aus Stärke gewonnen. Es ist fast geschmacksneutral und hat trotzdem einen hohen glykämischen Index. Das heißt, dass Maltodextrin zwar ähnlich viel Energie wie andere kurzkettige Zucker liefert, es bindet aber weniger Wasser und ist damit besser trinkbar (und eben auch nicht so süß).

Fotos: Christine Waitz, triathlon.de, Pixabay

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