Problemstellen beim Radfahren: die Hände

Taube Finger, schmerzende Handballen - diese Erfahrung haben viele Radfahrer schon einmal gemacht. Ein Kribbeln in den Händen kann sich nach dem Radfahren noch mehrere Stunden hinziehen und sogar sehr unangenehm sein. Wir erklären euch warum.

Auf Händen und Handgelenken lastet ein großer Teil des Oberkörpergewichts. Durch eine falsche Griffhaltung oder übermäßige Gewichtsbleastung kann es jedoch zu punktuellen Belastungsspitzen kommen, wodurch Nerven, Gelenke oder Sehnen nicht nur kurzfristig Schmerzen verursachen, sondern auch langfristig geschädigt werden können. Wir erklären euch nun die häufigsten Ursachen für Schmerzen in den Händen:

1. Das Abknicken der Handgelenke: Durch den falschen Griff am Lenker können die Handgelenke abknicken. Das ist meistens auf eine falsche Sitzposition zurückzuführen Dabei wird der sogenannte Karpaltunnel gequetscht (Karpaltunnelsyndrom) und dabei lasten auf Nerven, Sehnen und Blutgefäßen starke Druckbelastungen. Sollte der, ebenfalls durch den Karpaltunnel führende, Mediannerv permanent und über einen langen Zeitraum unter Belastung stehen, kann es an den Handballen zum Muskelschwund kommen. Desweitern können Taubheits- und Kirbbelgefühle auftreten. Deshalb immer darauf achten, dass die Hand eine gerade Verlängerung des Unterarms ist, denn dadurch werden keine Nerven gequetscht und es entstehen keine Schmerzen.

2. Die Abklemmung des Ulnarnerves: Der Nervus Ulnaris führt einmal vom Ellbogen Ansatz durch den Unterarm bis in den kleinen Finger. Durch eine falsche Griffhaltung oder einfach zu viel Gewicht auf den Armen, kommt es meistens im Bereich des Kleinfingerballen zu Quetschungen des Ulnarnerves. Folgen sind: Kribbeln und Taubheitsgefühl in Kleinfingerballen und/oder im kleinen Finger. Beim Rennrad hilft eine Griffwechsel nach einer bestimmten Zeit, damit Nervenbahnen, Sehnen und Blutgefäße entlastet werden. Außerdem können Handschuhe mit Gel Polstern helfen, da sie Belastungen mehr auf die gesamte Hand verteilen.

3. Fehlende Oberkörpermuskulatur: Ebenfalls ein Problem ist das Durchstrecken der Arme, denn dadurch können Stöße und Erschütterungen nicht gelenkschonend kompensiert werden. Oftmals ist das bedingt durch eine fehlende Oberkörpermuskulatur.

Abb. 2: falsche Haltung; Starke Abknickung im Handgelenk

Abb 3: richtige Haltung; keine Abknickung im Handgelenk

Fazit: Damit langfristig keine bleibenden Schäden im Handgelenk entstehen, sollte unbedingt auf eine richtig Griffhaltung (Abb. 3) geachtet werden. Bei bereits lang andauernden Schmerzen in den Handgelenken, sollten diese erst einmal geschont und die lokale Reizung mit bestimmt Dehn- und Kraftübungen ausgeglichen werden.


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