Problemstellen beim Radfahren: die Füße

Gerade jetzt, zu Beginn der Winterzeit, sind kalte Füße und taube Zehen ein häufiges Leid. Diese verschwinden zumeist aber schnell, wenn die Extremitäten nicht mehr der Kälte des Winters ausgesetzt sind. Allerdings tritt dieses Problem nicht nur nach dem Schlittenfahren, sondern häufig auch nach längeren Radtouren mit aerodynamischer Sitzposition auf. Mögliche Ursachen für ein Taubheitsgefühl in Füßen und Zehen stellen wir euch deshalb heute vor.

Störung der Durchblutung

Der häufigste Grund für schmerzende Füße, oder auch taube Zehen ist eine Störung der Durchblutung. Diese ist meist auf zwei Ursachen zurückzuführen:

Erstens, falsches Equipment (Schuhe und Einlagen, Pedale und-platten) und zweitens, eine unpassende Sitzposition.

Abb. 2: Einstellungsmöglichkeiten der Cleats


Abb. 3: Ermittlung der richtigen Sitzposition

Der richtige Rennradschuh und passende Pedale

Wenn es um die Auswahl des richtigen Rennradschuhes geht, sollte man besonders die Position des Großzehgelenks im Schuh und die Fußlänge/-breite berücksichtigen. Falls die im Schuh eingesetzte Sohle nicht überzeugt, ist es ratsam in gute Einlagen zu investieren. Dabei geht es darum, die bestmögliche Unterstützung des Fußgewölbes - sowohl längs als auch quer - zu garantieren. Grund hierfür ist, dass die Kraft, die das Bein beim Tritt produziert, über eben diesen Bereich des Fußes an das Großzehgelenk weitergegeben wird. Wenn also sowohl Gewölbe als auch Gelenk ausreichend stabilisiert und unterstützt werden, kann man einem Taubheitsgefühl in den Zehen vorbeugen und die beste Kraftentfaltung garantieren.

Doch auch wenn der Rennradschuh passt, kann es weiter zu Problemen bei der Durchblutung kommen, welche häufig auf schlecht eingestellte Pedale und Cleats (Pedalplatten) zurückzuführen sind. Unflexible Cleats zwingen den Schuh und dadurch den Fuß nämlich häufig in unangenehme Stellungen, weswegen man auf größere Auflagefläche und genügend Rotationsradius achten sollte. Erwähnenswerte Standardsysteme sind Shimanos SPD und SPD-SL und auch das Look-Keo-System. Die richtige Wahl und Position der Cleats garantieren das beste Hebelverhältnis und Verhindern Ausgeleichsbewegungen und den Kontakt zwischen Ferse und Pedalkurbel.

Die richtige Sitzposition

Ist der Sattel zu tief eingestellt, lässt das die Ferse während des Tretzyklus zu weit nach unten sinken. Dies führt zu einem beträchtlichen Kraftverlust, zu einer Überlastung der Achillessehne und zu einer Reizung des Spannes durch die Lasche des Schuhes. Neben der Sattelhöhe, kann auch die Position des Sattels die Durchblutung behindern, da es zur Abklemmung von Blutgefäßen und Nervenbahnen kommen kann. Zur Behebung dieser Probleme ist ein Bike-Fitting sehr empfehlenswert. Dabei wird nämlich - auf den Millimeter genau - die richtige Sattelhöhe und die passende Sattelposition ermittelt, wodurch es zur besten Kraftübertragung kommt und eine Blockade von Blutgefäßen und Nerven verhindert wird.

Fazit: Die Wahl der richtigen Ausrüstung, darunter Schuh, Pedale und Cleats sind wichtige Faktoren bei der Vermeidung eines Taubheitsgefühls in Füßen und Zehen. Allerdings hilft auch die beste Ausrüstung nichts, wenn die Probleme aufgrund unzweckmäßiger Sitzposition und falscher Einstellung des Sattels entstehen. Ein Bike Fitting kann dabei helfen, diesen Bereich zu optimieren und somit ein Taubheitsgefühl zu verhindern.


Bei unseren Bike Fittings bestimmen unsere Experten deine exakte Sitzposition. Sie ist individuell und millimetergenau auf dich angepasst um die bestmögliche Kraftübertragung und funktionelle Belastung für die Gelenke zu erreichen.

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